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Proteste in Bangkok

Seit geraumer Zeit häufen sich die Todesanzeigen in Bangkok. Dort ist in Folge der Unzufriedenheit über die Regierung ein Protest ausgebrochen, der sich mittlerweile zum Kleinkrieg von Demonstranten gegen Regierungstruppen entwickelt hat. Die Regierung hat nun eine scheinbar effiziente Offensive gestartet und will die Aufständischen zur Aufgabe zwingen.
Seit Mitte März ist in Bangkok ein Ausnahmezustand ausgebrochen. Protestanten hatten sich zusammengeschlossen und demonstrierten gegen die Regierung. Ihr Ziel war die Absetzung oder der Rücktritt der momentanen Regierung Thailands unter Abhisit als Premierminister. Die Demonstranten sind die so genannten 'Rot-Hemden'.

Entwicklung der Proteste und innenpolitische Krise
Der Protest gegen die Regierung hat sich in den letzten Jahren entwickelt. Ursprünglich war der damalige Premierminister Thaksit dafür verantwortlich. Thaksit behauptete es gäbe einen Konflikt zwischen der ländlichen Bevölkerung Thailands und der konservativen Stadtbevölkerung. Unter diesem Zeichen konnte er einige Anhänger im ländlichen Bereich finden('Rot-Hemden' ). Diese hatten zum Ziel das System nach ihren Wünschen umzuformen. Sie begannen damit in Thaksits Amtszeit mit Verfassungsänderungen.
In der Bevölkerung Thailands stehen sehr Viele hinter dem König als letzte Instanz. Sie sehen den König als letzte Rettung vor bestimmten Umschwüngen in der Politik. Der König kann in der konstitutionellen Monarchie Thailands Gesetzesentwürfe ablehnen. Zudem hat er den Oberbefehl über das Militär und kann so im Ernstfall eingreifen. Diese Thronloyalen-Anhänger nennt man 'Gelb-Hemden'.
Daraus ergaben sich die ersten Proteste während der Regierungszeit der 'Rot-Hemden'. Die 'Gelb-Hemden' demonstrierten damals gegen die Verfassungsänderungen und gegen die Regierung der People's Power Party(Thaksit-Partei). Durch Gerichtsbeschluss wurde anschließend die PPP 2008 verboten. Anstatt aber Neuwahlen stattfinden zu lassen wurden die alten Mandate der PPP durch deren Nachfolgepartei 'Phuea Thai' übernommen. Daraufhin wechselte ein Koalitionspartner der 'Phuea Thai' die Koalition und ging zur demokratischen Partei Thailands über. Diese Koalition stellt seit 2008 die Regierung unter Abhisit. Seit der Amtszeit Thaksit haben sich also innenpolitische Konflikte herauskristallisiert. Besonders die Opposition aus den muslimischen Gebieten wurde gestärkt und Morddrohungen wie Gewalteskalationen gehören zum Alltag.

Protestverlauf der 'Rot-Hemden'
Seit März demonstrieren jetzt die 'Rot-Hemden' gegen die Regierung. Im April am 11.04. stürmten die 'Rot-Hemden' das Veranstaltungsgebäude des Vierten East Asia Summit der ASEAN in Pattaya. Dies ist die bisher folgenreichste Gewaltaktion, die 25 Tote und über 800 Verletzte aufwies. Seitdem gilt in Thailand der Ausnahmezustand.
Zunächst kam die Regierung den Forderungen nach Neuwahlen entgegen. Daraufhin erhöhten die Aufständischen die Forderungen, sodass die Regierung zum Militär griff.
Die Führung des Landes hatte am Dienstag eine Vermittlungsinitiative des Parlaments zur Überwindung des Machtkampfs mit der Protestbewegung abgelehnt. Vor der Aufnahme von Gesprächen müsse erst deren Widerstandscamp aufgelöst werden, sagte Kabinettsminister Satit Wonghnongtaey. Die Rothemden hatten zuvor bedingungslosen Verhandlungen unter Vermittlung des Senats, also der zweiten Parlamentskammer, zugestimmt.

Durch den Vorstoß des thailändischen Militärs mit Hilfe von Panzern und Infanterie haben nun die Anführer der Demonstration aufgegeben und zur Aufgabe der restlichen Demonstranten ausgerufen. Bei dieser letzten Invasion wurden vier Menschen getötet und weitere verletzt. Die übrigen Demonstranten wollten Dies nicht akzeptieren und zündeten in der ganzen Stadt Häuser und Autos an, sodass trotz Aufgabe der Proteste immer noch hohe Schäden verursacht werden. Auch die Börse und wichtige Regierungssitze in Bangkok brennen.

Trotzdem kann man nicht darauf hoffen, dass sich die Spannungen nun gelegt haben, denn Patuporn Prompan,einer der Führer der Demonstrationen, sagte am Mittwoch: " Nur, weil wir uns ergeben, heißt das nicht, dass wir verloren haben". Während dem Ausnahmezustand seit April sind 37 Menschen während den Kämpfen gefallen. Seit März, dem Beginn der Proteste, sind bereits 66 Menschen getötet worden.

Der thailändischen Regierung ist bewusst, dass sie die innerpolitischen Probleme und Konflikte auf Dauer durch den Einsatz des Militärs nicht lösen können.

Quellen: Wikipedia,Web.de
Bildquelle: Wikimedia Commons


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proteste, bangkok 19.05.2010 - 0 Abonnenten - 95 mal gelesen

Kommentare:

BasicWellness schrieb:

20.05.2010

hm guter beitrag
DarthSidious schrieb:

22.05.2010

ok das ist auch mein land. wann wird das wol zum ende kommen?????????