Erfinderkammer.

Ein weiterer Schritt in Richtung Universalgelehrter.

Krise Europa!

Europa, das Zentrum der Wirtschaftsmacht bis zum 20. Jahrhundert, steht vor mehreren inneren Krisen. Neben den Geburtsfehlern der Gründung, nagt jetzt auch die eingeführte Währung und viele weitere nationale Probleme am Gerüst des europäischen Hauses. Radikale Entscheidungen müssen gefällt werden um der zunehmenden Verschuldung Einhalt zu gebieten. Europa im Blickpunkt.
Im Jahre 1992 wurde mit dem Vertrag von Maastricht die Europäische Union geboren. Seitdem sind viele Staaten zugezogen. Einige wollen noch, Andere sind schon drin. Zweifellos war der Zusammenschluss ein weiterer Schritt in Richtung europäischer Einheit und verbindet heute wie damals Völker europäischer Nation.
Jetzt zeigen sich die Nachteile der Europäischen Union und die einzelnen Völker der Wohlstandsländer leiden unter den Fehlentscheidungen der viel umjubelten Union.

Zusammenschluss der (europäischen) Nationen?

Die EU ist ein Zusammenschluss europäischer Länder. Heute hat sie 27 Länder als Mitglieder. Diese sollten sich wirtschaftlich stützen und dadurch besser abstimmen können. Man sollte gemeinsame Gesetze finden, die der europäischen Kultur entsprechen. Anträge, zur Europäischen Union beizutreten, werden mittlerweile aber nicht mehr nur von Staaten gestellt, die europäische Kultur vertreten, sondern auch Staaten, die nur von dessen Vorteilen profitieren wollen. Als Beispiel führe ich Marokko an. Was hat Marokko mit Europa zu tun, abgesehen von der Nachbarschaft? Dieser Antrag wurde damals abgelehnt. Seit 2005 versucht allerdings ein weiteres Land ohne europäische Kultur in die EU einzutreten. Die Türkei. Die Motivation ist klar von wirtschaftlichen Vorteilen geprägt, da es keinerlei Kulturübereinstimmungen gibt. Des Weiteren ist die dortige Gesetzgebung in manchen Dingen sehr undemokratisch. Dieser Fall wird trotz offensichtlicher Probleme weiter verhandelt.
Zu den Problemen auf internationaler Ebene kommen die inneren Probleme hinzu. Einzelstaaten beharren auf ihren Vorteilen und lassen allgemeine Gesetze nicht zu. Nationaler Eigennutz verhindert in vielen Belangen die Durchsetzung wichtiger weiter Regelungen. Zurückzuführen ist dies auf die nationale Verantwortlichkeit der einzelnen Staatsoberhäupter.

Währungskrise
2010 als den Staaten die missliche Lage der hoch verschuldeten Staaten bewusst wird, kritisieren sie den Euro. Warum hat damals keiner dagegen gestimmt? Schon damals waren Italien, Griechenland, Spanien und Portugal hoch verschuldete Staaten, die teilweise keine Berechtigung hatten in der EU zu sein. Das Debakel war vorauszusehen. Alle Länder die ihre alte Währung behielten, haben jetzt den Vorteil. Die Einzelgängerstaaten die damals nicht ins Boot 'Währungsunion' einstiegen, wurden als kontraproduktiv bezeichnet. Gegner der EU. Jetzt werden die Schulden der Staaten auf alle abgewälzt. Die vorauszusehende Inflation lässt sich nur noch durch den Ausschluss der verschuldeten aus der EU bewältigen. Aber siehe da: das funktioniert nicht. Staaten der EU können nicht 'rausgeschmissen' werden. Sie müssen selbst austreten. Egal wie viele 'Regelverstöße' die Staaten zulassen. Daher bleibt das einzige Mittel zur Verhütung der gegenwärtigen Krise die Kreditaufnahme der Staaten.

Geburtsfehler
Griechenland. Das höchst verschuldete Land Europas dürfte eigentlich nicht in der EU sein. Man benötigt für den Beitritt zur EU ein gewisses Schuldenmaß das nicht überschritten werden darf. Dieses wird gemessen am BIP(Bruttoinlandsprodukt) des Landes. Zur Zeit des Beitritts Griechenlands, war dieser schon längst überschritten. Allerdings konnte durch einige Tricks die Verschuldung durch Weglassen von bestimmten Gewerbefeldern die Angabe gedrückt werden, sodass es in das Raster passte. Tatsächlich dürfte es die momentane Krise in Griechenland nicht so große Auswirkungen auf ganz Europa haben wie es jetzt der Fall ist.

Demokratisierung?
Die Institutionen der EU sind nach und nach demokratisiert worden. Allerdings wurde dies nicht überall gleich gehalten. Die Institutionen werden zwar letztlich vom Volk gewählt, aber nicht jede Stimme ist gleichwertig. So ist z.B. eine luxemburgische Stimme mehr Wert als eine deutsche Stimme. Im europäischen Rat hat beispielsweise Deutschland nicht so viele Stimmen wie es ihm nach den Bevölkerungsanteilen zustehen würde.
Bei den Beiträgen zur EU-Mitgliedschaft bezahlt Deutschland zwar das Meiste (abgeleitet von dem Bevölkerungsanteil) allerdings haben wir deswegen nicht so viel Recht wie uns zustehen sollte. Auch die Beiträge pro Bürger des Staates sind auch nicht demokratisch, da Frankreichs Bürger mit fast 300€ das Meiste und Litauens Bürger nur 60€ zahlen.
Wenn man dann noch bedenkt, dass diese großen Ausgaben an die EU nichtmal an die größten Staaten verteilt werden, dann setzt es dem ganzen die Krone auf. Kleinere Staaten mit schwächeren Industriesektoren und schlechterer Infrastruktur erhalten deutlich mehr Geld als sie bezahlen. Griechenland erhält fast doppelt soviel an Subventionen als sie überhaupt in die EU bezahlen. Sicherlich soll die EU sich unterstützen, aber für mich sieht die momentane Lage eher so aus, dass die vermeintlich reichen Länder(Deutschland, Frankreich, England) die armen Länder, besonders die aus dem Osten, durchfüttern und finanzieren. Ist das der Sinn der EU???

Die wahren Mitglieder
Mitglied der EU darf man nur unter bestimmten Umständen sein. Unter anderem muss das Staatssystem demokratisch, parlamentarisch sein, keine zu hohe Verschuldung und europäische Kultur verinnerlicht haben. Dazu kommen noch weitere Einzelheiten(Neuverschuldung usw.), allerdings sind diese die Wichtigsten.
Wenn man alle Mitgliedsregeln betrachtet und alle Bedingungen unter denen Länder und Staaten beitreten und in der EU bestehen dürfen beachtet, so wird die EU, bei konsequenter Durchsetzung, sehr klein. Sie würde auf allein Luxemburg reduziert.


Quellen: Wikipedia, Eigenes Wissen
Bildquelle:Wikimedia Commons


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Europa, Krise, Griechenland, Inflation, EU 05.05.2010 - 1 Abonnent - 215 mal gelesen

Kommentare:

Timppa schrieb:

10.05.2010

Ich halte die Höhe der EU-Beiträge für gerechtfertigt, Deutschland mit seiner hohen Wirtschaftsleistung kann es sich (genauso wie Frankreich) einfach leisten, mehr zu zahlen. Die reale Kaufkraft in Litauen, wo "die Bürger nur 60€ bezahlen", ist viel niedriger als beispielsweise die in Deutschland, sodass 60€ pro Bürger umgerechnet auch den 300€, die in Deutschland pro Kopf bezahlt werden (wenn ich deinen Text richtig verstanden habe), nahe kommen.
Caisen schrieb:

11.05.2010

verhältnismäßig sind die angaben auch nicht so schlimm, allerdings wird es ja gerade dadurch viel schlimmer, dass sie dann auch nicht verhältnismäßig subventioniert werden sondern in riesigem maße aus dem europool schöpfen.
Timppa schrieb:

11.05.2010

Das ist doch der Sinn einer Solidargemeinschaft, dass die Stärkeren den Schwächeren helfen
Mav schrieb:

12.05.2010

im Prinzip schon, aber was heisst hier "die Stärkeren" ?

Mal ohne Witz, guck dir mal unsere Staatsverschuldung an. Man kann eher sagen: "dass die Schwachen den noch schwächeren helfen".
Jetzt ist Griechenland vielleicht übern Berg, dann dauerts nicht lange und Spanien, Portugal, Italien und Irland sind dran und brauchen Kohle. Und wenn wir denen allen geholfen haben, spätestens dann sind wir an der Reihe. Wo soll das denn alles enden ? Wie soll man da mittel- bis langfristig ne Inflation und ne richtige Krise abwenden ?
Caisen schrieb:

12.05.2010

So siehts aus. Eine Solidargemeinschaft unterstützt sich GEGENSEITIG.
die EU unterstützt NUR EINSEITIG. auf kosten der wirtschaftsmächte. Dauerhaft geht das nicht gut und zudem besitzen auch wir nicht endlose geldreserven...
Mav schrieb:

12.05.2010

Eben. Im Prinzip besitzen wir gar keine Geldreserven ^^

Ich fand die Euro-Einführung damals auch total unüberlegt. Man kann doch keine gemeinsame Währung einführen, wenn die wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Vorraussetzungen völlig unterschiedlich sind. Das kann doch gar nicht funktionieren auf Dauer, wie man jetzt sieht ...
Kratos schrieb:

16.05.2010

Die Gegenseitigkeit ist langfristig angelegt. Natürlich wirds anfangs Disparitäten geben.

Ein relativ gutes, wenn auch weit hergeholtes Beispiel sind RPGs. Anfangs haste relativ wenig bzw. die Differenz zum Endboss (Lösung der Krise) ist einfach zu groß. Durch stetigen Progress jedoch stärkst du deine Truppe (EU) für die jeweiligen Gegner.

Denkt dran, jedes Land hat zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit ihren Beitritt in die EU zu revidieren, bisher hat es jedoch noch keiner gemacht.
Caisen schrieb:

16.05.2010

Ist aber sehr fraglich angesichts der tatsache,d ass es sich beid er EU nicht um eine politische union handelt...
Kratos schrieb:

16.05.2010

Wer braucht schon eine politische Union, wenn es eine wirtschaftliche gibt. Nichts schweisst Parteien mehr zusammen, wenn für beide ein wirtschaftlicher Vorteile dabei rausspringt.
Caisen schrieb:

16.05.2010

gibt es aber ja de facto auch nicht. die EU ist auch in wirtschaftsfragen hochgradig föderalistisch auch wenn die länder gegeneinander arbeiten...
Kratos schrieb:

16.05.2010

Das Konkurrenzdenken zwischen EU-Ländern ist aber relativ gering, sie sehen die Mitglieder als zollfreie Märkte. Der Hauptaugenmerk liegt vielmehr darin, den Dollar als Universalwährung abzuschaffen bzw. den Euro so zu stärken, dass die EU die größte Wirtschaftsmacht weltweit wird. Was sie auch de facto ist, würde man nicht alle Länder einzeln aufzählen.

Darüber hinaus sind die größten Konkurrenten die NAFTA in Nordamerika und die aufsteigenden Riesen aus Asien, Indien und vielmehr China.
Caisen schrieb:

16.05.2010

Konkurrenzdenken ist gering???
Die klauen sichd och gegenseitig die Märkte und die Rechte in Europa. die unternehmen aus den 'reichen ländern werden abgezogen und hinterlassen gähnende leere. verscheucht durch nicht vorhandenes konkurrenzdenken der länder. den ansatz finde ich fehlerhaft von dir...
ich glaube dass die EU hinsichtlich der ziele nicht radikal genug in die Länder eingreift.
zudem: stärkung des Euros: hat ja super geklappt.wenn wir glück haben dauerts noch 10 jahre bis italien irland usw den euro runetrziehen...
Kratos schrieb:

16.05.2010

Und genau dieses Abziehen ist einer der Hauptgründe, warum diese Länder in die EU recht voreilig beitreten durften. Wenn das langfristige Ziel Früchte trägt, also die EU an sich eine vereinte Wirtschaftskraft ist und die Staatensouveränität runtergeschraubt ist, bleibt es im Haus.
Das der ganze Ostblock so günstig ist, ist doch beabsichtigt. Sonst würden 100% aller Unternehmen sich nach China und Indien verabschieden. So bleibt ein relativ großer Teil noch in wortwörtlicher Reichweite.

Irland war bis vor der Krise nach Luxemburg die 2tstärkste Region der EU, was vor allem der Mirkotechnologie zu verdanken ist. So war/ist zB der europäische Hauptsitz von Dell in Irland. -> Wiki: Keltischer Tiger

Zudem der aktuelle Fall jedem Land gezeigt hat, dass sie den Sattel enger schnüren müssen, denn so glimpflich wie jetzt werden "Wiederholungstäter" dann nicht mehr davonkommen.
Caisen schrieb:

17.05.2010

dass der osten strukturschwach ist , ist nicht ebabsichtigt. zudem würde diese taktik auch nicht funktionieren, da jetzt schon die unternehmen aus de osten nach asien ziehen...
Mav schrieb:

17.05.2010

@Kratos
Die wirtschaftliche Union ist ja gut und schön, aber wie oben schon gesagt:

"Jetzt ist Griechenland vielleicht übern Berg, dann dauerts nicht lange und Spanien, Portugal, Italien und Irland sind dran und brauchen Kohle. Und wenn wir denen allen geholfen haben, spätestens dann sind wir an der Reihe. Wo soll das denn alles enden ? Wie soll man da mittel- bis langfristig ne Inflation und ne richtige Krise abwenden ?"

Dann beantworte mir mal die Frage, wo das alles enden soll ?
Wenn da nicht irgendwas schief gelaufen ist, dann weiss ichs auch nicht ...
guitar90 schrieb:

18.05.2010

ich gehe davon aus, dass früher oder später der Euro inflationieren wird.
Ich fand die Euro-Einführung damals auch total unüberlegt. Man kann doch keine gemeinsame Währung einführen, wenn die wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Vorraussetzungen völlig unterschiedlich sind.
 jap. Und somit sitzen wir aufgrund der Gemeinschaftswährung alle im gleichen Boot.

Ich bin zwar nicht unbedingt ein Linker aber ich finde die Finanzmarkttransaktionssteuer muss unbedingt her und allgemein müssten die Märkte einfach stärker reguliert werden - anders scheint es nicht zu gehen. und die spekulanten lachen sich ins fäustchen...die kriegt man nur wirklich bekämpft wenn man mal was weniger liberalistisch vorgeht. ich könnte mir sogar vorstellen, dass die herben Verluste der FDP in NRW bereits andeuten, dass ein großteil der Wähler ebenso denkt.
JoeyJordison schrieb:

21.05.2010

wisst ihr meine meinung dazu die griechen sind selber schuld mann wie kann man sich nur so übelst hoch verschulden und al hätte deutschland net schon genug schulden is der staat doch wirklich so doof und macht uns noch mehr schulden ich verstehe den sinn ent bei der sache nur weil die griechen zu blöd sind um mit geld umzugehen müssen wir das geld pumpen oder was?!
Caisen schrieb:

09.06.2010

Wir müssen die Währung schützen!