Erfinderkammer.

Ein weiterer Schritt in Richtung Universalgelehrter.

Neues Las Vegas in Sachsen-Anhalt!

Die israelische Investorengruppe Sybilgroup plant in naher Zukunft in Sachsen-Anhalt (Vockerode) ein riesiges Casino mit Hotels und Einkaufszentren zu bauen. Das Mega-Projekt umfasst ein Investitionskapital von über 300 Millionen Euro und soll der Ortschaft zu neuer Popularität verhelfen. Die Diskussion über die Folgen neigt sich dem Ende zu und man tendiert zur Baugenehmigung, trotz der Bedingungen, die die Investoren an ihren Bau hängen.
Als Grundgebäude soll ein ehemaliges Riesenkraftwerk aus DDR-Zeiten hinhalten. Da Vockerode direkt an der Autobahn 9 und an der Elbe liegt, ist sie ideal um einen solchen 'Freizeitpark' für Erwachsene zu errichten.
Die populär gewordene Bezeichnung des neuen 'Las Vegas im Osten' wird übrigens nicht von den Investoren begrüßt, da sie die Casinos eher im Stil derer aus Monaco oder Baden-Baden bauen wollen.
Die Sybilgroup versucht bereits seit geraumer Zeit in Deutschland Fuß zu fassen. In Polen und anderen ehemaligen Ostblockstaaten konnte sie sich bereits erfolgreich, wenn auch in anderen Wirtschaftssparten, ansiedeln. Das Projekt schien am Anfang eines der vielen Luftschlösser zu sein, die oft vorgeschlagen werden, und nie ausgeführt, aber die Sybilgroup scheint sich ihrem Ziel sehr sicher zu sein und übernimmt sogar zusätzliche Kosten, um die Regierung zu überzeugen.

Der umfangreiche Bau wird aber nicht nur schmackhaft gemacht.
So fordert die Investorengruppe, mit Hauptsitz in Zypern, eine Steuersenkung auf Spielgewinne von 50% auf 40%.
Ein weiteres Problem ist die Nähe des Kraftwerkes zum Gartenreich Dessau-Wörlitz. Das 142 Quadratkilometer große Areal steht seit 2000 auf der Welterbe-Liste der Unesco. Dieser Titel könnte evtl durch das neue Casino entzogen werden, wie es z.B. auch schon in Dresden der Fall war. Das Welterbe dürfe durch das Casino-Projekt keinesfalls gefährdet werden, sagt Gartenreich-Sprecher Steffen Kaudelka.

Im Gegenzug werden der Regierung in der ganzen Anlage fast 3000 neue Arbeitsplätze versichert. Diese würden der strukturschwachen Region einen großen Vorteil verschaffen.
Des Weiteren will man die verschuldeten Spielbanken in der Region aufkaufen und somit einen Schuldenberg von 2,4 Millionen Euro zusätzlich auf sich nehmen. Die Privatisierung dieser Spielotheken soll schon Ende dieses Jahres vollendet sein.
Wenn man sich diese verschuldeten Spielotheken anschaut so stellt man sich doch die Frage, weshalb dieses Casino sich nicht genauso verschulden sollte wie auch die anderen Glücksspielgewerbe.
Momentan besteht aber noch ein größeres Problem, da die Finanzierung des Projekts weiterhin fraglich ist. Im Januar hätte bereits eine Zahlung erfolgt sein müssen um die 3 Spielotheken der Region aufzukaufen. Diese Zahlung blieb aber, aus bisher ungeklärten Gründen, aus.

Quellen: mdr.de,T-online
Bildquelle: Wikipedia/ Martin Künzel


4.11 mit 9 Stimmen *****

24.03.2010 - 0 Abonnenten - 303 mal gelesen

Kommentare:

Donikkl schrieb:

25.03.2010

Hm ob das so viel Umsatz machen wird?
robbieB schrieb:

26.03.2010

Würde jetzt nicht sagen, dass das bedeutet, dass dort ein neues Las Vegas entsteht. Überall in den USA gibt es Casinos, auch große. Was allerdings Las Vegas auszeichnet, ist, dass es dort so extrem viele und extrem große gibt. Vergleicht man desweiteren die Summe von 300 Millionen mit den Summen, die in den USA für das Bauen neuer Casinos ausgegeben wird, ist das geradezu lächerlich. Trotzdem interessant ;)
will-i-am schrieb:

26.03.2010

Gut geschrieben  .

Naja , kannn man nicht So ganz mit LAs Vegas glaube ich vergleichen .
Aber . Naja :D . :rofl .
Lg